Glossar

F-J

Flexi-Gesetz
Abkürzung für das Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen

Flexible Arbeitszeiten
Die flexible Arbeitszeit wird vor allem durch die Variabilität der Dauer und Lage sowie durch den Dispositionsspielraum von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestimmt und ist somit grundsätzlich die Abweichung der durchschnittlich vereinbarten Arbeitszeit.

Funktionszeit
Die Funktionszeit ist eine Erweiterung des Gleitzeitmodells. Sie enthält anstatt einer Kernzeit, bei der eine Anwesenheitspflicht für alle Beschäftigten besteht, betrieblich vereinbarte Funktionszeiten. Diese legen grundsätzlich den zeitlichen Rahmen für die Funktionsfähigkeit der unterschiedlichen Arbeitsbereiche eines Unternehmens fest. In Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen kann – entsprechend der betrieblichen Belange – die Lage und Verteilung der Arbeitszeit im Rahmen der Funktionszeit selbst bestimmt werden.

Gleitzeit
Bei der Gleitzeit handelt es sich um eine Arbeitszeitform, bei der im betrieblich vorgegebenen Rahmen die Arbeitszeit bzgl. Lage und Verteilung eigenverantwortlich von den Beschäftigten festgelegt werden kann. Man unterscheidet zwischen klassischer Gleitzeit, Funktionszeit und erweiterter Funktionszeit. Siehe auch Kernzeit.

Günstigkeitsprinzip
Das Günstigkeitsprinzip greift dann, wenn eine arbeitsvertragliche Regelung für die Beschäftigten objektiv günstiger ist als die entsprechende Regelung im Tarifvertrag. Einzelvertragliche Abmachungen gehen in diesem Fall der tariflichen Regelung vor (§ 4 Abs. 3 Tarifvertragsgesetz).

Insolvenzsicherung von Arbeitszeitguthaben
Bei Arbeitszeitkonten mit längeren Laufzeiten werden erhebliche Umfänge an Geld oder Zeit angespart. Im Falle einer Unternehmensinsolvenz gehen diese Werte, die den jeweiligen Beschäftigten zustehen, verloren. Daher sind Unternehmen gesetzlich verpflichtet, sowohl bei Altersteilzeit als auch bei Langzeitkonten die Arbeitszeitguthaben gegen Insolvenz zu sichern (siehe § 8a ATG und § 7 d SGB IV).

Jahresarbeitszeit

Basis der Jahresarbeitszeit sind die vertraglich zu erarbeitenden Nettoarbeitsstunden, die auf der Grundlage der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeitdauer berechnet werden. Entsprechend der betrieblichen Belange und der Interessen der Beschäftigten wird die vertragliche Arbeitszeit im Durchschnitt eines Jahres erreicht, während das Gehalt monatlich konstant gezahlt wird.

Jahresteilzeit
Jahresarbeitsvolumen, das durchschnittlich unterhalb des vergleichbaren Vollzeitvolumens für ein Jahr liegt und unterschiedlich verteilt sein kann. Beispielsweise durch Monate mit Vollzeitarbeit und Freimonaten oder entsprechend wochenweise Wechsel, wobei sich die vertragliche Jahresteilzeit ergibt.

Job-Sharing
Beim Job-Sharing werden eine oder mehrere Arbeitsplätze durch zwei oder mehrere Teilzeit-Beschäftigte besetzt. So können sich zwei Beschäftigte z. B. eine Stelle teilen. Dauer und Lage der Arbeitszeit können zwischen den Stellenteilenden oft individuell abgesprochen werden.

Job-Splitting
Ein Vollzeitarbeitsplatz wird in zwei voneinander unabhängige Teilzeitstellen aufgeteilt.

Flyer Zeitbüro FOM

Flyer downloaden

Der aktuelle Flyer des Zeitbüros zum
» Download als PDF (0,8 MB)

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Ulrike Hellert

Telefon: 09162-12 31 30
E-Mail:   zeitbuero@fom.de