Glossar

K-O

Kernzeit
Die Kernzeit ist innerhalb der gleitenden Arbeitszeit der Zeitraum, in dem alle betreffenden Beschäftigten am Arbeitsplatz anwesend sein müssen und die vereinbarte Arbeitsleistung erbringen.

Klassische Gleitzeit
Die klassische Gleitzeit besteht aus einer Kernarbeitszeit mit allgemeiner Anwesenheitspflicht und so genannten Gleitzeitspannen. Innerhalb dieser Spannen können die Beschäftigten den Beginn und das Ende ihrer täglichen Arbeitszeit selbst festlegen.

Kontinuierliche Schichtarbeit
Kontinuierliche Schichtarbeit (auch Konti-Schicht) umfasst sowohl Nacht- als auch Samstags- und Sonntagsarbeit. Die Betriebszeit beträgt 24 Stunden am Tag, also 168 Stunden pro Woche.

Kurzzeitkonto
Kurzeitkonten sind Arbeitszeitkonten, bei denen kurzfristige Schwankungen, z. B. bezüglich des Auftragseingangs, des Prozessablaufs oder bei individuellen Interessen, innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes (Monat, Quartal, Kalenderjahr) ausgeglichen werden.

Lage der Arbeitszeit
Die Lage der Arbeitszeit bezieht sich auf den Beginn und das Ende der täglichen Arbeitszeit. Diese kann täglich, wöchentlich oder monatlich unterschiedlich sein wie z. B. bei der Schichtarbeit, bei der die Lage der Arbeitszeit zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht wechseln kann.

Langzeitkonto
Über ein Langzeitkonto wird über mehrere Jahre hinweg ein Guthaben an Arbeitszeit aufgebaut, das für eine längere Freistellungsphase, z.B. ein Sabbatical genutzt werden kann. Langzeitkonten sollen die Arbeitszeit für Unternehmen und Beschäftigte über das ganze Erwerbsleben flexibilisieren.

Lebensarbeitszeit
Das Unternehmen legt eine Gesamtlebensarbeitszeit fest, die in unterschiedlichen Arbeitszeiträumen abzuleisten ist. Das Modell ermöglicht eine gleitende Eintrittsphase ins Erwerbsleben, Unterbrechungen und schließlich einen flexiblen Übergang in den Ruhestand.

Leerzeit
Von Leerzeit (oder Stillstandzeit) wird gesprochen, wenn in einem Betrieb die Betriebsmittel nicht genutzt werden bzw. keine Dienstleistung erbracht wird.

Mehrarbeit
Die Überschreitung der gesetzlich festgelegten Regelarbeitszeit von acht Stunden täglich bzw. 48 Stunden wöchentlich wird als Mehrarbeit bezeichnet. Diese zusätzlich geleisteten Arbeitsstunden sind gem. § 16 Abs. 2 ArbZG aufzeichnungspflichtig und innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes auszugleichen, sodass die durchschnittliche werktägliche Arbeitszeit von acht Stunden nicht überschritten wird.

Minusstunden
Minusstunden entstehen durch Unterschreitung der vereinbarten Arbeitszeitdauer.

Mindestruhezeit
Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden einhalten (§ 5 Abs. 1 ArbZG). Zum Beispiel kann in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die Ruhezeit um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn die Verkürzung durch entsprechende Verlängerung einer anderen Ruhezeit ausgeglichen wird (§ 5 Abs. 2 ArbZG).

Nachtarbeit
Unter Nachtarbeit wird im Sinne des Arbeitszeitgesetzes jede Arbeit verstanden, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit umfasst. Dies ist die Zeit von 23 bis 6 Uhr, in Bäckereien und Konditoreien die Zeit von 22 bis 5 Uhr.

Normalarbeitszeit
Von Normalarbeitszeit wird gesprochen, wenn eine Vollzeitbeschäftigung mit einer Arbeitszeit von 35 bis 40 Stunden pro Woche vorliegt. Die Arbeit wird dabei i. d. R. ohne zu variieren von Montag bis Freitag geleistet.

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