Praxisbeispiel

GFOS in Essen

GFOS – Gesellschaft für Organisationsberatung und Softwareentwicklung mbH
www.gfos.com

Arbeitszeitmodell

verschiedene Teilzeitmodelle; Telearbeit
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Branche

Dienstleistung

Region
Essen, Nordrhein-Westfalen

Unternehmensgröße
Mittelständisches Unternehmen (50-249 Beschäftigte)

Ausgangssituation

Warum musste die Arbeitszeitgestaltung verändert werden?

Die Essener Softwareentwicklungsfirma GFOS kennt Fachkräftemangel schon seit Jahren. „Für uns ist das kein neues Thema“, erklärt Geschäftsführer Burkhard Röhrig, „seit längerem haben wir Probleme, qualifizierte Beschäftigte zu rekrutieren. Das Unternehmen GFOS zählt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir verzeichnen kontinuierlich ein starkes Wachstum.“

Zudem stehen, aufgrund der in Deutschland noch immer unzureichend organisierten staatlichen Kinderbetreuung auch hier Mütter vor der Herausforderung, Beruf und Familie vereinbaren zu müssen. Daher schätzen und nutzen insbesondere Teilzeitbeschäftigte das variable Arbeitszeitangebot des Unternehmens.

Flexibilisierung

Welches Arbeitszeitmodell wurde im Unternehmen implementiert?

„Unsere Personalreferentin arbeitet in Teilzeit und befürchtete, durch die Einschulung ihres Kindes ihre Arbeitszeit reduzieren zu müssen“, beschreibt der Familienvater die Situation seiner Mitarbeiterin, „ich habe ihr angeboten, die Arbeitszeit beizubehalten, allerdings einen Teil der Wochenstunden an einem Telearbeitsplatz zu erledigen.“ Die Mitarbeiterin hat damit keine finanziellen Einbußen und das Unternehmen weiterhin die volle Arbeitskraft der Stelleninhaberin, ohne einige Aufgaben delegieren zu müssen. Eine andere Mitarbeiterin arbeitete seit zehn Jahren in der Kundenberatung, als sie ihre Familie gründete. Selbst als ihr Kind noch klein war, arbeitete sie bei GFOS weiter und nutzte einen Telearbeitsplatz. Nach dem zweiten Kind integrierte sie pro Woche einen zusätzlichen Arbeitstag vor Ort.

Doch auch um den eigenen Nachwuchs kümmert sich GFOS. Das Unternehmen bildet selbst aus und ermöglicht es seinen besten Absolventen, bei der FOM Hochschule für Oekonomie & Management ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren. Die jungen Leute können bei Bedarf sogar ihre Wochenarbeitszeit in angemessener Weise reduzieren, damit sie erfolgreich studieren können. Hier nimmt man die Diskussion um den demografischen Wandel ernst und investiert in die eigene Zukunft.

Allerdings stehen nicht nur junge Leute im Fokus. So ist beispielsweise ein Vertriebsmitarbeiter auch mit 67 Jahren noch aktiv. Er bringt noch immer seine Leistung, teilweise auch mehr als die jüngeren Kolleginnen und Kollegen. „Not macht erfinderisch“ ist die Devise von Burkhard Röhrig. Und so bietet er Beschäftigten auch nach dem Erreichen von 65 Lebensjahren Teilzeittätigkeiten im Unternehmen an.

Ergebnisse

Welche Erfolge konnten auf Beschäftigten- und Arbeitgeberseite erzielt werden?

Mittels der hochflexiblen Arbeitszeitgestaltung, gelingt es GFOS den verschiedensten Bedürfnissen einzelner Beschäftigtengruppen gerecht zu werden. „Wir nutzen Arbeitszeitkonten zur Erfassung der Arbeitszeit“, berichtet Röhrig „aber die gelebten Modelle sind sehr individuell und höchst unterschiedlich.“

So ermöglicht das Angebot von Telearbeit, die langjährige Erfahrung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Unternehmen zu erhalten. Darüber hinaus sei laut Röhrig, die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes viel günstiger als die Neueinstellung samt Einarbeitungszeit eines anderen Beschäftigten. Ein ähnlicher Gedanke liegt dem Teilzeitangebot für Beschäftigte ab 65 Jahren zugrunde. Röhrig möchte das Know-how im Unternehmen halten, Wissenstransfer an die Jüngeren fördern und nicht zuletzt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen gleitenden Übergang in den Ruhestand bieten. Viele ältere Beschäftigte schätzen es, dem stressigen Alltagsgeschäft zu entgehen, aber trotzdem noch, mit überschaubaren Aufgabenpaketen und wenigen Wochenstunden, im angestammten Unternehmen aktiv zu sein.

Bei GFOS wird also nicht nur an der Arbeitszeit von der Softwareseite her verdient, sondern hier sind hochflexible Arbeitszeitmodelle gelebte Realität.

Flyer Zeitbüro FOM

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Kontakt

Ihre Ansprechpartnerinnen:


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Telefon: 0201 81004-997
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Prof. Dr. Ulrike Hellert
Telefon: 09162 123130
E-Mail:   zeitbuero@fom.de