Warum musste die Arbeitszeitgestaltung verändert werden?

Der Lackierbetrieb Wacker im Kreis Coesfeld ist ein traditionelles Familienunternehmen. Vor 40 Jahren gründeten Christel und Josef Wacker die Firma in Südkirchen. Heute gibt es bereits zwei Standorte mit verschiedenen Schwerpunkten im Serviceangebot. Die Firma Wacker in Selm hat sich auf LKW-Lackierung spezialisiert und wird von Josef Wacker jun. und seiner Frau Sandra geführt. Bruder Andreas Wacker und Frau Inga leiten den Standort in Südkirchen. 

Die Philosophie des Lackierbetriebs in Südkirchen lautet: prompter Qualitätsservice für die Kunden. Das beinhaltet, dass die Arbeiten ausschließlich von Fachpersonal vorgenommen werden und wer Anfang der Woche sein Auto zur Reparatur abgibt, bekommt es innerhalb der gleichen Woche auch zurück. Hin und wieder bedeutete das in der Vergangenheit daher auch Samstagsarbeit für die Mitarbeiter, um auch wirklich alle Autos fertig zu stellen. Allerdings geschah das eher auf freiwilliger Basis. „Für uns wurde aber immer deutlicher, wir müssen etwas an den Servicezeiten und damit auch an den Arbeitszeiten und deren Gestaltung ändern“, erinnert sich Inga Wacker, gelernte Optikerin und Fachwirtin für kaufmännische Betriebsführung im Handwerk. Also nahm sie eine vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Sozialfonds geförderte Arbeitszeitberatung in Anspruch.