Welches Arbeitszeitmodell wurde im Unternehmen implementiert und warum?

Gemeinsam mit der Arbeitszeitberaterin der Kammer erarbeitete sie einen Vorschlag zur Neugestaltung der Arbeitszeiten, der dann dem zehnköpfigen Team der Autolackiererei im Rahmen einer Betriebsversammlung zur Diskussion gestellt wurde. In einer lebhaften Gesprächsrunde wurde vor allem über die geplante regelmäßige Samstagsarbeit diskutiert. Der Samstag sollte nämlich nach dem neuen Konzept ein ganz normaler Werktag werden. „Nachdem klar war“, so Inga Wacker, „dass nur in Ausnahmefällen über den Mittag hinaus gearbeitet werden sollte, wurde der Vorschlag von allen Seiten akzeptiert.“ 

Die Mitarbeiter stimmten der Betriebsvereinbarung über die neue Arbeitszeitregelung zu, die sowohl dem Betrieb als auch den Mitarbeitern mehr Flexibilität bietet. „Warum soll denn ein Geselle von 16 bis 17 Uhr die Halle fegen, wenn nichts los ist, nur weil er erst um 17 Uhr Feierabend hat?“, fragt Inga Wacker. Ein Arbeitszeitkonto sorgt nun dafür, dass in arbeitsreichen Zeiten die Verlängerung der Arbeitszeit möglich wird. Bei weniger Arbeit liegt die Verantwortlichkeit für einen früheren Feierabend bei den Mitarbeitern. Sie sprechen sich untereinander ab und können so Freizeit, Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren. Die Mitarbeiter schätzen den Freizeitausgleich sehr. „Schließlich bleibt ja am Ende des Monats kaum etwas von den Überstundenzuschlägen übrig“, weiß die Fachwirtin.